LEUCHTFEUER.
LEUCHTFEUER ist ein monatliches Magazin für deutsche Leuchttürme und Seezeichen. Schwerpunkt aktive und ehemalige Leuchttürme an Nord- und Ostsee-Küste, Bauformen vom Quaderbau bis zum Pylon, Fresnel-Optik in ihren sechs Ordnungen, Automatisierungs-Geschichte ab 1972, Wärter- Tradition. Living publication von der Wesermündung.
Der Name kommt aus der seezeichenrechtlichen Sprache. „Leuchtfeuer" ist der Sammelbegriff für jedes ortsfeste, regelmäßig blitzende Licht zur Navigation — die zugehörige Kennung (z.B. Oc(4) WRG 12s) ist die Steuer-Information jedes einzelnen Turms. Travemünde 1539 ist der älteste deutsche Leuchtturm, Cuxhaven 1721 das erste nachweisbare Elbmündungs-Feuer, Roter Sand 1885 der erste deutsche See-Leuchtturm im Offen-Wasser. Insgesamt zählt das deutsche Seezeichen-Verzeichnis heute etwa 290 Leuchtfeuer, davon rund 140 historische Turm-Bauten und 150 moderne Stahl-Pylonen und Tonnen-Stationen.
Was wir tun
Wir besuchen Leuchttürme zu Land, zu Wasser und (zur Außenweser) mit dem WSV-Tonnenleger. Wir dokumentieren Bauformen, lesen Kennungen mit der Stoppuhr nach BWFS-Nummer, fotografieren Fresnel-Linsen-Konstruktionen, und nehmen Wärter-Erinnerungen aus dem (mittlerweile sehr knappen) Personenkreis der noch lebenden ehemaligen Leuchtturm-Wärter auf. Wir lesen die Bekanntmachungen für Seefahrer (BfS) der WSV und verfolgen Wartungs-Programme und LED-Umrüstungen aus den Jahresberichten.
Was wir nicht tun
Keine Lifestyle-Strand-Urlaubs-Erzählungen. Keine „Top 10 schönste Leuchttürme"-Listicles. Keine Kitsch-Postkarten-Romantik. Die Leuchtturm-Welt ist eine fünfhundertjährige technische Tradition mit präzisem Vokabular und peniblem Betrieb — wir nähern uns ihr mit der Genauigkeit, die diese Tradition verdient.
Der Rhythmus
Ein Heft pro Monat, jeweils zur Monatsmitte. Vier bis sechs Aufsätze aus den acht Ressorts. Wer mitliest, hat in zwei Jahren die zehn wichtigsten norddeutschen Leuchttürme selbst besucht und liest die BfS jede Woche wie die Lokalzeitung.